Category Archives: Stadtentwicklung

Sielwall in Bremen: The Law is a Joke??

On Friday 19th June a new phenomenon hit the streets of Bremen, or rather the street of Sielwall. That evening,  the entrance to Sielwall coming from the Osterdeich was augmented with no-entry street signs, with a time limit of “Fri – Sun 20h to 6h“. In other words, on Friday, Saturday and Sunday evenings and nights Sielwall is a one-way street in the direction of the Osterdeich.


Blocking the Siewall: Creating a one way road. Foto: ADFC

On the first weekend the authority (Which one? Office for Roads and Traffic?? Police) erected a barrier at the Osterdeich to stop car drivers at the entrance to the Sielwall. But on the second weekend there was no barrier at all – just the signs.. Continue reading Sielwall in Bremen: The Law is a Joke??

Bremens erste Fahrrad-Premiumroute soll 2022 fertiggestellt sein

Endlich ist es soweit: Der Eintritt in das formelle Beteiligungsverfahren für die Fahrrad-Premiumroute „Wallring“ wurde heute von der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (kurz: SKUMS) bekanntgegeben.

Der „Wallring“ ist der Teil des 43 km langen Premium-Radweges D 13 von Bremen Farge bis Mahndorf, der das Umfahren der Bremer Innenstadt für Radfahrere*innen auf eine komfortable und schnelle Art und Weise erlauben soll.  Auf der Pressekonferenz hob die Senatorin den Wallring  als Teil der neuen Realität und Zeichen für die Bremer Verkehrswende hervor.

Details und Gestaltungskonzept können der Pressemitteilung des Senates entnommen werden. Das nun folgende Beteiligungsverfahren soll zügig erfolgen, sodass der Baubeginn im Sommer 21 erfolgen kann und die Baumaßnahmen im Herbst 22 abgeschlossen werden können.

Safe Mobility For All – An Open Letter

Changing Cities, Berlin, on April 14th published an open letter to Minister of Transport A. Scheuer, which called for the establishment of corona-safe pedestrian and cycle paths. Bremen initiatives have now sent an open letter with the same aim to the Bremen Senate and Bremen’s citizens:

Bremen's Initiatives for the Transport Transition demand safe infrastructure for all pedestrians, cyclists and users of local public transport. 


(Foto: grn) Few cars on the lane, whereas maintenance of Corona safety distanc is hardly possible...
> Foot and bike: More space and safe foot and bike paths that allow for the necessary safety distances.
> Public Transportation (BSAG): More vehicles at peak times and financial aid for the BSAG to ensure higher hygiene standards in their vehicles.

Read the full text of the letter here (in German only):

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Werkzeuge der 1970er Jahre für 2030 Ziele

Verkehrlinienplan 1948

Sind wir in den 1970er Jahren stehengeblieben? Die meisten von uns denken gerne, dass sie modern denken und handeln. Wir schätzen die Demokratie. Wir unterstützen gleiche Rechte für alle. Wir sind tolerant und offen für neue Wege. Doch während sich sogar das Bürgerliche Gesetzbuch seit den 70ern drastisch verändert hat: Wenn es um Verkehrspolitik geht, kommen viele von uns nicht aus dem Denken der 1970er Jahre heraus.

Mir diesem Problem sind die BefürworterInnen der Verkehrswende jeden Tag konfrontiert. Wir wollen die Städte für die Menschen zurückerobern, indem wir die Nutzung von privaten Kfz reduzieren. Aber wann immer Vorschläge unterbreitet werden, die genau dies bewirken sollen, können viele von uns nicht über den Tellerrand der 1970er Jahre hinausdenken. Wir fragen uns sofort: Wo werden die Autos fahren, wenn sie hier nicht fahren können? Wie können Geschäfte ihre Lieferungen ohne große Lastwagen bekommen? Wie können AnwohnerInnen ihre Autos parken, wenn sie keinen Platz auf der Straße finden? Selbst VerkehrsaktivistInnen tun sich schwer, diese Denkweise zu überwinden. Und wenn Politik und Verwaltung auch nicht aus dieser Denke herauskommen, ist es keine Überraschung, dass der Verkehrssektor bei der Reduzierung seiner Kohlenstoffemissionen kläglich versagt. Continue reading Werkzeuge der 1970er Jahre für 2030 Ziele

Liebes Bremen, gib uns Platz! Grüße, Deine EinwohnerInnen

Guten Morgen Bremen!

Seit einigen Monaten „haben“ wir Corona in unserer Welt, seit dem 22.3. 2020 haben wir in Bremen eine Kontaktsperre mit Abstandsregelungen.

Diese Regelungen gelten und die Gültigkeit ist  jetzt bis 3. Mai 2020 verlängert worden:

Dazu gibt es einen veritablen Bussgeldkatalog


Wie können wir denn hier den Abstand einhalten? (Foto: Beatrix Wupperman)

Ein kleines Problem tut sich auf: In den innenstadtnahen Quartieren sind diese Abstände nicht einhaltbar: Zu viele parkende Autos und zu wenig Platz für Fuß und Rad auf der Fahrbahn. Wir schrieben schon darüber.


Kein Platz auf Bremens Straßen? Doch, aber nicht für uns! (Foto: Dieter Mazur)

Nun warten wir  auf Regelungen, die es uns möglich machen, die geforderten Abstände im öffentlichen Raum einzuhalten. Andere Städte gehen voran, jetzt muss Bremen nur noch hinterhergehen:

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Nach Corona – Zur Zukunft des öffentlichen Raums

Der Schock durch Corona ist in der jüngeren Geschichte nur vergleichbar mit dem der Anschläge des 11. September 2001. In beiden Fällen wurden fast über Nacht neue Regeln und staatliche Befugnisse etabliert. Diesmal geht es zwar nicht um Terrorismusbekämpfung, sondern um Seuchenprävention. Betroffen sind aber auch diesmal fast alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens. Die Coronakrise wird sich insbesondere auf die zukünftige Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums auswirken. Denn wegen des Infektionsschutzes müssen voraussichtlich auch nach der Phase strenger Ausgangsbeschränkungen auf absehbare Zeit die Abstandsregeln eingehalten werden.

Zu Fuß unterwegs in der Mindener Straße – kein Ausweichen möglich

Noch haben wir es aber in der Hand. Wir können entweder weitere Beschränkungen des öffentlichen Raums zulassen oder durch seine Neuverteilung eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen. Dies könnte mit einer Verkehrspolitik Hand in Hand gehen, die den Mensch in den Mittelpunkt stellt und zugleich Luftreinhaltung und Klimaschutz besser berücksichtigt. Der Fußgängerverkehr kann gefördert werden, indem auf Gehwegen ausreichend Platz eingeplant wird. Die Kapazitäten des ÖPNV und der Bahn müssen erhöht werden, um Ansteckungsrisiken zu minimieren. Autospuren können für Fahrräder reserviert werden, um Sicherheit und Abstände zu gewährleisten.

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Mach mit bei German Zero CO2!

German Zero CO2 ist eine groß angelegte Kampagne, Deutschland bis 2035 insgesamt CO2-neutral zu machen.

Ausgangssituation:

  • Die Welt treibt in eine +4 Grad-Zukunft, mit verheerenden Folgen für die Lebensgrundlagen auch der Menschheit
  • Für die 1,5 Grad-Grenze dürfen sich höchstens noch weitere 420 Gigatonnen CO2-Emissionen in der Erdatmosphäre ansammeln; diese Menge entspricht auf heutigem Niveau den weltweiten CO2-Emissionen von etwa 15 Jahren
  • Deutschland wird das 1,5 Grad-Ziel ab 2023 verfehlen.
  • Die Ziele der derzeitigen Bundesregierung und erst recht die beschlossenen Maßnahmen sind völlig unzureichend.

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Fußverkehrs-Check in Bremen

 


Zu Fuß gehen in Bremen

Derzeit befindet sich der Fußverkehrsanteil in Bremen am untersten Level (21%), weniger geht nicht. Und das liegt daran, dass die Bedingungen für den Fußverkehr in Bremen sehr schlecht sind.

Um auf die zahlreichen Mängel, an die sich alle gewöhnt haben, aufmerksam zu machen, hat der FUSS e.V. Ortsgruppe Bremen einen Fußverkehrs-Check in einem innenstadtnahen Stadtteil, in der Neustadt durchgeführt.

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Parkraummanagement / Parkraumbewirtschaftung – Begriffsklärung

In den Zielsetzungen der kürzlich gewählten Bremer Landesregierung stehen die Regulierung und die Begrenzung des Parkens an vorderer Stelle. Damit fanden nun endlich strategische Maßnahmen aus dem Bremer Verkehrsentwicklungsplan 2025 Eingang in den operativen Zielkatalog unserer Landesregierung.

Zudem ruft die Zivilgesellschaft zunehmend deutlicher nach einer entschiedenen Verkehrswende. So akzeptiert sie u.a. nicht mehr die in vielen städtischen Quartieren unhaltbare Situation durch illegal abgestellte Autos und ebensowenig die klimaschädlichen “Erfolge” einer gegen jede Gemeinwohlvernunft für den Kauf von Groß-PKWs werbenden Automobilbranche:

  • sei es, dass sich auf lokaler Ebene das Bremer Verkehrswende-Bündnis die Forderungen nach flächendeckender Parkraumbewirtschaftung als wesentlichen Hebel für das „weg vom Auto – hin zum Umweltverbund und einer lebenswerten Stadt“ zu eigen gemacht hat,
  • sei es, dass die Forderungen nach schrittweiser Reduzierung der Anzahl der Parkplätze, nach City-Maut und konsequenter Bewirtschaftung nun auch unüberhörbar deutlich von den vielen Gruppierungen, die die Klimastreiks in Bremen tragen, insgesamt eingefordert wird,
  • sei es, dass eine wachsende Zahl bundesweit agierender Verbände und Gruppierungen sich deutlich Gehör verschafft und von Bundes- und Landesregierungen eine klare Abkehr von deren radikalem (Fast)-Nichtstun fordern.

Mit diesem Post möchte ich den Begriff “Parkraummanagement” erläutern und einige Zusammenhänge beitragen, um in unseren Forderungen in den Aktionsfeldern  Continue reading Parkraummanagement / Parkraumbewirtschaftung – Begriffsklärung

Tausende sind bereit, Verantwortung zu übernehmen

… und wieder sind heute -am 29. Nov. 2019- viele Tausende in Bremen mit Fridays for Future auf der Straße. Sie fordern vehement ein, dass Politik und Gesellschaft – und zwar JEDER Einzelne von uns- Verantwortung für das Aufhalten der Klimakatastrophe übernimmt und endlich entschieden handelt.

… einige ließen sich das nicht zweimal sagen und begannen gleich mal an Ort und Stelle …